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Fliesen


Allgemeines über Fliesen


Fliesen werden im Wesentlichen nach ihrer Wasseraufnahmefähigkeit, ihrer Frostbeständigkeit, ihren rutschhemmenden Eigenschaften und der Beständigkeit ihrer Oberfläche gegenüber Abrieb klassifiziert.Keramikfliesen werden in 1. und 2. Wahl eingeteilt. Dabei werden sowohl optische, wie auch qualitative Anforderungen an Glasur, Oberfläche, Maßhaltigkeit und Wasseraufnahme gestellt. Fliesen mit groben Fehlern werden oftmals auch als 3. Wahl angeboten oder gelangen in den Ausschuss.

Wasseraufnahmevermögen

In der europäischen Norm DIN EN ISO 14411 werden keramische Fliesen und Platten nach ihrem Wasseraufnahmevermögen in fünf Gruppen unterteilt. 
Die Prüfung erfolgt nach DIN EN ISO 10545.

Gruppe

Massen-&Wasseraufnahmevermögen

1a

höchstens 0,5 %

1b

höchstens 3 %

2a

3% bis 6%

2b

6% bis 10%

3

mehr als 10%


Abriebfestigkeit 

Die theoretische Beanspruchung der Glasur in der Nutzung wird mit einer Prüfung nach DIN EN ISO 10545-7 simuliert.

Klasse

Umdrehungen

typische Anwendung

0

100

in der Regel nur theoretischer Wert

1

150

z. B. Barfuß- und Hausschuhbereich

2

600

z. B. leichte Beanspruchung im Wohnbereich

3

750/1500

z. B. in allen Wohnbereichen oder auf Balkone

4

6000/12000

z. B. bei hohen Beanspruchungen in Hauseingängen

5

>12000

bei höchster Beanspruchung, z. B. Garagen


Rutschsicherheit 

Durch die Prüfung der Rutschsicherheit nach der DIN 51130 erfolgt die Einstufung in R-Werte. Je höher die hinter dem „R“ stehende Zahl, desto rutschhemmender und schlechter reinigungsfähig ist der Belag. Wie aus der Tabelle zu ersehen ist, gibt es die Bewertungsgruppen von R9-R13

Bewertungsklassen

Gruppe

Haftreibwert

Neigungswinkel

R9

Minimum

von 6 bis 10°

R10

erhöht

von 10 bis 19°

R11

erhöht2

von 19 bis 27°

R12

groß

von 27 bis 35°

R13

sehr groß

über 35°

  

Verdrängungsraum  

Gruppe

Mindestvolumen (cm³/dm²)

V4

4

V6

6

V8

8

V10

10

  

Säurebeständigkeit 

Die folgende Norm findet auf die Säurebeständigkeit Anwendung: UNI EN ISO 10545-13.

Fleckempfindlichkeit

Fleckempfindlichkeit wird nach folgender Norm klassifiziert: UNI EN ISO 10545-14.


Größen und Formen

In der Vergangenheit, bis in die 70er Jahre, dominierte bei den Wandfliesen das Format 15 × 15 cm. Seitdem ist eine extrem große Zahl neuer Formate entstanden. Dabei ist die Tendenz zu immer größeren Fliesen zu beobachten. Inzwischen werden Fliesen bis hin zu Größen von 120 × 120 cm und darüber hinaus angeboten. Die gängigsten Formate liegen heute (Stand Sept. 2008) allerdings noch zwischen 25 × 33 und 30 × 90 cm bei Wandfliesen/Steingut sowie 33 × 33 und 45 × 90 cm bei Bodenfliesen/(Fein-)steinzeug.
Neben großformatigen Fliesen sind aber auch Mosaikfliesen verbreitet. Hiermit bezeichnet man Fliesen im Format 1 × 1 cm bis 10 × 10 cm.Überdies existieren Formstücke für Sockelausbildungen, Bordüren, Treppenstufen, Ecken etc. Auch spezielle Arten von Schienen für Anschlüsse an andere Bodenbeläge, Ecken etc. sind erhältlich.Wichtig ist, zwischen dem Nennmaß und dem Werkmaß von Fliesen zu unterscheiden. Das Nennmaß (z. B. 15 x 15 cm) setzt sich aus dem Werkmaß (tatsächlichem Maß) und der halben Fugenbreite umlaufend, also der vollen Fugenbreite von ca. 3 mm, zusammen.


Feinsteinzeug ist ein allgemein üblicher Name für Fliesen mit sehr geringer Wasseraufnahme. Sie werden unglasiert, poliert und glasiert angeboten.

Granite haben wegen ihrer hohen Widerstandskraft, Härte und Wetterfestigkeit und wegen ihrer guten Schleif- und Polierbarkeit eine große wirtschaftliche Bedeutung im Bauwesen

Mosaik wird heute meist industriell gefertigt und auf Netz oder Papier vorgefertigt geliefert. Erhältlich sind diese vorgefertigten Mosaiktafeln als Glasmosaik, Keramikmosaik oder Natursteinmosaik

Keramikfliesen oder Kacheln sind keramische Platten, die als Wandverkleidung im Innen- wie Außenbereich und als Bodenbeläge verwendet werden. Der Begriff „Fliese“ wird auch für Naturstein, Glas, Teppich usw. genutzt, um Bauteile ähnlicher Form zu klassifizieren.

Steinzeug ist definiert als eine Keramik mit einer Wasseraufnahme von unter 3%. Aufgrund der geringen Porosität ist das Material frostbeständig. Gegenüber dem poröseren Steingut hat Steinzeug eine höhere Dichte und bessere mechanische Festigkeiten. Fast alle Fliesen für stark beanspruchte Anwendungsbereiche.